Spezielle Serie in Innsbruck-Igls hält
Innsbruck-Igls
Bobpilot Nico Walther vom BSC Sachsen Oberbärenburg und sein Team sind beim Weltcup in Innsbruck-Igls zweimal nur knapp an Bronze vorbeigefahren. Seine Serie auf der Olympia-Bahn von 1964 und 1976 bleibt damit bestehen. Im Zweierbob kommt er einfach nicht über den 4. Platz (+0,90) hinaus. Der Bobpilot aus Dresden, dem nach einem Trainingssturz unter der Woche im Auslauf beim Rennen noch „alles wehtat“, raste zusammen mit Debütant Malte Schwenzfeier aus Wilgersdorf auf Rang vier (+ 0,90 Sekunden). Walther wollte mit dem personellen Wechsel nach den eher durchwachsenen Rennen in La Plagne "mal etwas Neues ausprobieren". Er hatte jedoch im Viererbob das Podium sogar im Blick, verpasste es dann nur um sieben Hundertstelsekunden.
Mit ihm Schlitten saßen Paul Krenz (Mitteldeutscher Sportklub Magdeburg), Malte Schwenzfeier (TuS Wiesbaden) und Tobias Schneider (BC Bad Feilnbach). Exakt, als Nico Walther als Viertletzter in den zweiten Durchgang startete, begann es leicht zu schneien. Der 29-Jährige ließ sich davon aber nicht beirren und legte die zwischenzeitliche Bestzeit in die Bahn.
Wie schon drei Tage zuvor im Training stürzte Walther mit seinem Schlitten nach der Zeitnahme in der letzten Kurve des Auslaufs und rutschte mit vollem Karacho in den „trockenen“ Bereich. Die Vierer-Crew blieb jedoch zum Glück unverletzt. „Mir geht es soweit gut, ich bin aber enttäuscht, dass hier seit Jahren auf der Bahn nichts unternommen wird“, sparte Walther nicht mit Kritik an den Verhältnissen im Eiskanal von Innsbruck-Igls. Bundestrainer René Spies, der alle seine Piloten lobte, kritisierte jedoch ebenfalls den Igls-Auslauf als „Bobsport im Grenzbereich“.
Nico Walther selbst war mit seinen Startzeiten im Zweierbob zufrieden, anders als im großen Schlitten. „Das Gerät läuft aber gut, wir freuen uns jetzt auf den Weltcup am kommenden Wochenende am Königssee.“