WM-Bronze zum Schluss

Altenberg

Mit dem letzten Rennen bei den Heim-Weltmeisterschaften in Altenberg hat sich das Bobteam von Nico Walther noch den Traum von der WM-Medaille erfüllt. In einem der spannendsten Wettkämpfe in der Geschichte der Bob-Titelkämpfe lag der große Schlitten des Vize-Olympiasiegers vom BSC Sachsen Oberbärenburg zur Halbzeit sogar knapp in Führung. Vor dem finalen Lauf  waren der spätere Weltmeister, das Bobteam des Oberbärenburger Titelverteidigers Francesco Friedrich, und Walthers Crew zeitgleich an der Spitze. Beim packenden vierten Lauf mit wechselnden Wetterbedingungen mit Sonne, Regen, Hagel und Schnee konnte das Bobteam Walther aber noch die Bronzemedaille einfahren (+0,23 Sekunden Rückstand). Silber ging an das Team von Johannes Lochner vom BC Stuttgart Solitude.
Gleich nach dem lange Zeit unfassbar knappen Rennen der "Königsklasse im Bobsport" im Kohlgrund umarmten sich Walther und seine Anschieber Paul Krenz, Joshua Bluhm und Eric Franke. Diese Bronzemedaille war nach dem unglücklichen vierten Platz bei der Zweierbob-WM doch noch der runde Abschluss einer Saison mit drei Stürzen und zahlreichen Verletzungen. Sie war das ersehnte Happy-End für Nico Walther und seine Mannen.
"Unfassbar, unglaublich. Ich bin erleichtert. Wir haben heute nicht Gold verloren, sondern Bronze gewonnen", sagte der in Altenberg aufgewachsene Dresdner Nico Walther nach diesem für ihn sehr emotionalen Rennen. "Wir sind super happy, nach diesem harten Jahr hier auf dem Podium zu stehen. Das ist ein Traum, dieses Bronze ist für uns wie Gold."
"Wichtig ist, dass wir hier ein Medaille gewonnen haben. Am Start wollten wir eigentlich besser sein, das haben wir nicht geschafft. Die Top-3 waren hier unser Ziel, das ist uns gelungen", sagte Anschieber Paul Krenz, dem nach seinem ebenfalls pünktlich genesesen Winterberger Teamkollegen Joshua Bluhm praktisch in allerletzter Minute noch den Sprung zur WM gelungen war.
"Vor rund zwei Wochen saß ich nicht mal im Schlitten, war praktisch raus. Ich wollte nach meinem Knochenbruch im Knöchel vor sechs Wochen in Innsbruck-Igls aber unbedingt bei der Heim-WM dabei sein. Ich habe mir dafür in der Reha und beim Training den Arsch aufgerissen. Der Wille war so stark, ich habe es geschafft", so der 28-Jährige vom Mitteldeutschen SC Magdeburg. "Wir sind glücklich mit dieser Medaille. Einen besseren Abschluss nach dieser Saison gibt es für uns eigentlich nicht."

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